Piraten: FPÖ Linz will kritisches Denken verhindern!

Die anachronistische Gesinnungsgemeinschaft will Förderungen für wichtige Netzkultur-Vereine streichen.

Linz, 18.4.2013
Die Linzer FPÖ zeigte heute in einer Aussendung zu Vereins-Subventionen erneut ihre Schrebergartenmentalität. International beachtete Vereine und Organisationen der alternativen Szene und Netzkultur werden pauschal als politische Propagandainstitutionen verleumdet. KAPU, Stadtwerkstatt, Freies Radio OÖ, Servus at, qujOchÖ und Medienwerkstatt sollen, wenn es nach den Plänen dieser anachronistischen Gesinnungsgemeinschaft geht, künftig ohne Förderungen auskommen.

„Ich bin mir nicht sicher, ob StR Wimmer zuwenig finanzielle Zuwendungen für seine Vereine bekommen hat, oder ob er einfach wegen kritischer Aussagen gegen seine „Stadtwache“ aus der Fassung geraten ist, aber in dieser Weise auf verdiente Kulturvereine in Linz hinzuhauen ist doch typische FPÖ-Schublade.“ so Klaus Winkelbauer, Mitglied des Landesvorstandes der Piratenpartei Oberösterreich.
„Kunst und Kultur ist mehr als Freibier, Burschenschaft und Trachtenverein. Oder ist der ganze Zirkus um die Förderungen nur eine Ablenkung von den rechtsradikalen Umtrieben in der FPÖ Linz?“, fragt Klaus Winkelbauer weiter.

Die Netzkultur in Linz ist vor allem durch die harte Arbeit, der in der FPÖ-Aussendung auf eine schwarze Liste gesetzten Vereine, so hoch angesehen. Servus.at beispielsweise hat aber bereits so massive Einsparungen hinnehmen müssen, dass man sich dieses Jahr die renommierten Linuxwochen nicht mehr leisten kann. „Obwohl die FPÖ für ihre rechtsradikale Propaganda mittlerweile das Internet für sich entdeckt hat, so ist sie doch ideologisch in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hängen geblieben. Dass ihr das Verständnis für Netzkultur und freie Kunst völlig fehlt, ist daher nicht verwunderlich.“ mutmaßt Mario Wieser, Listenerster der Piratenpartei zur Nationalratswahl.

Es ist richtig die Vergabe von Fördermitteln transparent zu gestalten, aber das muss auch für alle Vereine und Organisationen gelten und nicht nur für jene, die so manchem Stadtpolitiker politisch nicht genehm sind. Die FPÖ könnte da dem gutem Beispiel der Piratenpartei folgen und zeigen, dass es sich nicht nur um ein Ablenkungsmanöver oder Lippenbekenntnis handelt.

„Wir können nur an jene Parteien im Linzer Gemeinderat appellieren, die sich gegenüber kritisch denkenden Bewegungen noch nicht verschlossen haben, diese für die alternative Kultur so wichtigen Vereine weiterhin zu unterstützen.“ so Winkelbauer abschließend.