Linz steht vor dem Verkehrskollaps, wenn kein Umdenken stattfindet!

Obwohl etliche Zeitungen schon einen Liveticker und Countdowns zur Westbrücken-Sperre fabriziert haben, kam es bisher im Morgenverkehr doch ganz anders als es erwartet wurde: Durch früheres Aufstehen, sehr disziplinierten Fahrweisen und etwas Glück standen die meisten Autofahrer kaum im Stau. So ist das eben, wenn sich Glück, Verstand und viel Verantwortungsbewustsein treffen, dann kann man auch eine Linzer Haupteinfahrt sperren. Es bleibt zu hoffen, dass sich wärend der Dauer der Sperre nie ein Unfall ereignet, welcher mehr Autofahrer auf die Ausweichroute zwingt, denn oft reicht eine Kleinigkeit und schon versinkt ganz Linz im Chaos.

 

Die Problemstellung ist, dass viele weder zeitlich noch verkehrstechnisch ausweichen können. Zeitlich, da viele ihre Kinder noch zur Schule bringen oder fixe Arbeitszeiten haben und verkehrstechnisch, da es für manche schlicht keine Alternative gibt. Es fehlen tausende Park-&-Ride-Plätze an den Linzer Stadteinfahrten inklusive Anbindung an das Öffinetz mit guten Takt und Fahrzeiten. Denn, so ehrlich muss man sein, wer steigt auf Öffis um, wenn man das Auto nicht vernünftig unterstellen kann und dann für den Weg womöglich noch 3-mal solange braucht.

 

Hier muss die Verkehrsplanung umdenken, wenn man die Menschen zum Umsteigen bringen will. Eine gute Verknüpfung zwischen regionalen und überregionalen Öffis in Verbindung mit raschen unbürokratischen Umstiegsmöglichkeiten. Wie es gehen kann, zeigen verschiedene Städte und Gemeinden in ganz Europa vor. Die Belgische Stadt Hasselt hat schon vor fast 20 Jahren die Zeichen der Zeit erkannt, und den öffentlichen Nahverkehr ausgebaut und ticketlos gemacht. Dieses Projekt ist ein durchschlagender Erfolg. Und immer mehr Städte setzten ebensolche Zeichen. Zuletzt hat sich Tallinn mit seinen knapp 500.000 Einwohnern nach einer Volksabstimmung für kostenlose Öffis entschieden.

 

Die Piratenpartei Oberösterreich hat viel Zeit und Energie in ein gutes, nachhaltiges Verkehrsprojekt gesteckt und bringt dieses mittels Flyer den Menschen im Stau zur Kenntnis. Die ersten Reaktionen darauf waren sehr positiv, vor allem bei jenen, die auf das Auto angewiesen sind, da sie sonst keine Möglichkeit haben in die Stadt zu kommen.
Mehr zum Verkehrskonzept der Piraten, welche Gedanken dahinter stecken und wie man das ganze finanzieren könnte, zeigen die Piraten am Dienstag, dem 9.4. im Volkshaus Ebelsberg ab 19:00 Uhr und unter http://verkehr.piraten-ooe.at. Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit uns bei der Präsentation durch den Verkehrssprecher der OÖ-Piraten, Klaus Winkelbauer und dem Listenersten zur Nationalratswahl, Mario Wieser.